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Lustiges

 

Negro, das Leben kann beginnen

Hallo zusammen :-)

Negró schwankt zwischen Schreckhaftigkeit und halbmutigen Anflügen, die
jedoch meist schon im Ansatz wieder einknicken. Labile Schwachstelle in
seinem neuen Leben ist die Wohnungstür. Gestern schon hatte er
beschlossen, die Wohnung nicht mehr zu verlassen außer durch die
Gartentür. Wüßte ich's nicht besser, würde ich vermuten, dass er sich
wegen seiner kahl geschoreren Pobacken nicht auf die Straße traut (mal im
Ernst: er war dermaßen verfilzt, dass die Rute mit den Oberschenkeln
verwoben war). Heute ist er dem Angriff meines Druckers nur knapp
entronnen, woraus Negró jetzt schließt, dass sogar in der Wohnung noch
weitere ungeahnte Gefahren lauern, denn der Drucker atmet, faucht und
spuckt Papier. Gleichermaßen niederträchtig verhält sich die Küchentür,
die vorhin ein Windzug zuschlug. Die Sache mit den Schubladen und
Schranktüren erscheint nicht mehr so delikat wie vorgestern und gestern,
nachdem ich gestern Abend alle Schränke aufgerissen und offen gelassen
habe über Nacht. Auch bin ich inzwischen dazu übergegangen, meine
Bewegungen und Handgriffe laut und vernehmlich zu tun und dabei
elefantenartig durch die Bude zu stampfen. Desensibilisierungsprogramm
quasi. Das scheint nun allmählich zu helfen.

Das Blutbild ist weitestgehend in Ordnung, Ektoparasiten sind besiegt,
Wurmkur erledigt, Endoparasiten wurden in der Kotprobe nicht nachgewiesen.
Heute halten wir die Kurz-Quarantäne noch durch, aber dann verdrücken wir
uns hier und fahren zu unserem Rudel. Negró muss seine angezogene
Handbremse lösen und mal richtig rennen. Trobat wird begeistert sein,
wenn er endlich einen zum Rennen findet. Die Rentner sind nicht mehr so
für sinnbefreites Rennen und Aro macht nur manchmal mit, sofern es nicht
unter seiner Würde ist.

Negro im Illatos                                         Negro draußen